Body Wrapping gegen Orangenhaut: Wickeln Sie sich schön! 

Das in unserer Kultur gängige Schönheitsideal verlangt von Frauen wohlgeformte Hüften und schlanke Oberschenkeln. Außerdem soll die Haut straff und makellos sein. Doch nur die wenigsten können damit dienen. Die meisten leiden unter Cellulite, auch „Orangenhaut“ genannt. „Body Wrapping“, ein neuer Trend aus den USA, soll jetzt dagegen helfen.

Symptome

Die Haut – meist sind die Außenseiten der Oberschenkel, die Hüften und der Po betroffen – zeigt große Poren, ähnlich der Oberfläche einer Orange, und Dellen. Auch ist ein deutlicher Spannungsverlust im Gewebe zu beobachten.

Ursachen

Bei der Cellulite handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung, die durch die weicheren Bindegewebestrukturen der weiblichen Haut unterstützt wird – zu 98 Prozent sind Frauen davon betroffen, während Männer so gut wie nie mit diesem Übel zu kämpfen haben. Es kommt zu einer Vergrößerung der Fettzellen mit der Folge, dass den außenliegenden Hautschichten weniger Nährstoffe und weniger Sauerstoff zugeführt werden. Die hauptsächlichen Risikofaktoren sind Übergewicht, eine falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Medizinisch gesehen ist Cellulite zwar völlig unbedenklich, sie stellt aber für viele Menschen aus nahe liegenden Gründen ein erhebliches kosmetisches Problem dar.

So beugen Sie vor

  • Achten Sie auf die richtige Ernährung. Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse, denn es ist reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen.
  • Meiden Sie tierische Fette, und verwenden Sie in Ihrer Küche pflanzliche Öle, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind, wie beispielsweise kaltgepresstes Olivenöl.
  • Sport aktiviert den Stoffwechsel und fördert den Abtransport von Giftstoffen und Schlacken aus dem Körper. Regelmäßige Bewegung strafft die Haut und das Bindegewebe. Geeignete Sportarten sind zum Beispiel Joggen, Radfahren und Schwimmen.
  • Bauen Sie gegebenenfalls bestehendes Übergewicht mit einer schonenden Diät ab.
  • Bürstenmassagen fördern die Durchblutung der Haut. Massieren Sie die Problemzonen täglich etwa fünf Minuten lang mit einem Luffahandschuh.
  • Vermeiden Sie so genannte „Genussgifte“. Sie stören den Stoffwechsel, verstopfen die Blutgefäße und erschweren die Durchblutung. Zu den Genussgiften zählen Alkohol, Nikotin, Koffein und ein Übermaß an Süßigkeiten.

So heilen Sie

  • Kneippscher Guss

Diese Behandlung wirkt an den problematischen Stellen durchblutungsfördernd und unterstützt den Abtransport von Giften und Schlacken. Entfernen Sie von Ihrer Dusche den Duschkopf, oder stellen Sie einen starken Strahl ein. Beginnen Sie am rechten Fußrücken, und führen Sie den kalten Wasserstrahl über die Außenseite der Wade und des Oberschenkels bis zum rechten Schulterblatt. Von hier führen Sie den Wasserstrahl rechts neben der Wirbelsäule über die Innenseite des rechten Beins bis zum Ausgangspunkt zurück. Wiederholen Sie die Anwendung am linken Bein. Wechseln Sie danach wieder zum rechten Bein, und führen Sie den Strahl erneut an dessen Außenseite hoch, nur dass Sie ihn diesmal nicht über den Rücken, sondern über den Bauch bis zum untersten Rippenbogen und wieder zurück führen, und wiederholen Sie die Anwendung am linken Bein. Danach trocknen Sie sich nicht ab, sondern streifen das Wasser nur mit dem Handrücken ab. Ziehen Sie sich anschließend etwas Warmes und Bequemes an, und bleiben Sie noch etwa 10 Minuten in Bewegung.

  • Body Wrapping

Die hocheffiziente Wickelmethode „Body Wrapping“ kommt ursprünglich aus den USA und heißt „den Körper einwickeln“. Im deutschsprachigen Raum ist sie auch als „Ägyptos-Wickel-Methode“ bekannt. Schon Kleopatra soll sie angewandt haben, um Cäsar zu verführen. Man findet sie in Kosmetikinstituten und in den Wellness-Bereichen exklusiver Hotels wie zum Beispiel im Salzburger Hof im österreichischen Zell am See, www.salzburgerhof.at. Gleich mit der ersten Behandlung schmelzen die Depotfette und der Abtransport von Schlacken wird merklich angeregt. Das Ergebnis ist sichtbar und lässt sich nachmessen. Im Grunde genommen ist diese Schlankwickelmethode eine Kombination aus Aromatherapie und Kompressionsbandagierung. Die Entgiftung und Entschlackung des Körpers wird angeregt und eine wesentliche Figurverbesserung erzielt. Vor der Behandlung werden die Problemzonen gemessen. Danach gibt es zwei Wickel-Möglichkeiten:

  • Wickel mit Zutaten

Eine Methode ist es, die Wickel in Heilerde einzulegen. Der gesamte Körper wird damit dann umhüllt. Mit den Wickeln wird auf die Haut eine hohe Salz- und Mineralienkonzentration aufgebracht. Diese gelangen dann langsam in die Haut und entfalten dort ihre Wirkung: Ein Konzentrationsüberschuss entsteht im äußeren Gewebe. So schieben die Mineralien die Schlacken und andere Überschussprodukte zur Weiterverarbeitung in die Lymphe.

  • Folienwickel

Die andere Möglichkeit ist die Wickelmethode mit Spezialfolie. Als Wirkstoffe unter dem Wickel dienen vor allem Zimtöle. Sie riechen angenehm, fördern die Durchblutung und regen den Kreislauf an. Aber auch Algenextrakte tun gute Dienste. Sie haben den extrem hohen Mineraliengehalt aus dem Meer gespeichert. Durch den Druck von unten zur Körpermitte hin wird der Flüssigkeitsfluss stark angeregt. Schlacken werden in die größeren Gefäße gedrückt und später ausgeschieden. Nach Beendigung der 30-minütigen Entspannungsphase auf der Behandlungsliege werden die Wickel abgenommen. Man geht unter die Dusche und misst dann das Ergebnis nach. Unmittelbar nach der Behandlung sieht die Haut glatt, gut gepflegt und gut durchblutet aus. Die Hose scheint an den Problemzonen lockerer zu sitzen. Für einen länger anhaltenden Erfolg empfehlen Kosmetik-Institute zwei bis dreimal im Jahr eine Kur von fünf bis zehn Anwendungen. Als begleitende Maßnahme sollte man auch Lymphdrainage buchen.

  • Retterspitz-Umschläge

Mischen Sie ½ l kaltes Wasser mit 1 Tasse Retterspitz aus der Apotheke. Tränken Sie 1 Paar Strumpfhosen oder Leggings mit der Lösung. Ziehen Sie dann 1 Paar trockene Strumpfhosen über die nassen, legen Sie sich hin, und lassen Sie die Lösung 1 bis 2 Stunden einwirken. Wenn Ihnen diese Anwendung zu umständlich ist, können Sie eine Retterspitz-Kompresse herstellen, die Sie auf die zu behandelnden Problemzonen auflegen. Retterspitz führt zur Erweiterung der Gefäße im Unterhautbereich und damit zur Verstärkung des Blut- und Lymphstroms. Dies wiederum wirkt Lymphstaus entgegen und entschlackt.

  • Heiltees trinken

Anticellulite-Tee:

Übergießen Sie 1 EL Petersilie mit 1 Tasse kochendem Wasser, lassen Sie sie für fünf Minuten Ziehen, und seihen Sie danach ab. Trinken Sie über maximal zwei Wochen täglich eine Tasse dieses Tees. Vorsicht: Der Anticellulite-Tee ist nicht für Nierenkranke und Schwangere geeignet.

Harntreibende Tees: Teezubereitungen aus Brennnesseln, Birkenblättern, Schafgarbe, gerösteter Mate oder grünem Tee fördern die Entwässerung. Diese Tees können Sie auch über einen größeren Zeitraum trinken.

Bindegewebetees: Schachtelhalm und Spitzwegereich enthalten Kieselsäure, die das Bindegewebe stärkt. Tees aus diesen Pflanzen sind auch bei längerem Gebrauch unbedenklich.

Buchtipps:

Rudolf Weyergans: Aktiv gegen Cellulite, Humboldt-Verlag, Baden-Baden, 8,90 Euro.

Violetta Schuba: Aktiv kontra Cellulite, Meyer & Meyer-Verlag, Aachen, 16,90 Euro.

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