Neueste Artikel

Michael Diaz Blog, Tipp bei Beschwerden durch die Wechseljahre, eine Schrothkur in Oberstaufen

Hilfe in den Wechseljahren

Die Schrothkur: Hilft in den Wechseljahren und dem Immunsystem

Im Gespräch: mit Monika Aigner, sie ist studierte Ökotrophologin und Inhaberin des Hotels Kronenhof in Oberstaufen, dem Zentrum für Schrothkuren in Deutschland und einzigem Schroth-Heilbad der Welt. Seit ihrer Kindheit ist sie von der vor 180 Jahren von Johann Schroth entwickelten Kur fasziniert und sieht die positiven Effekte täglich an ihren Gästen.

Wie wirkt sich eine Schrothkur auf die typischen Beschwerden aus bei den Wechseljahren?

Durch die hormonelle Umstellung kommt es bei vielen Frauen zu Wassereinlagerungen am ganzen Körper. Da das auch nach außen sichtbar ist, leiden viele Frauen unter der Gewichtszunahme. Die vielen kleinen Wasserpolster werden bei einer Kur ausgeschieden. Das hat mit den Packungen, der salzlosen Diät und dem Wechsel zwischen Trink- und Trockentagen zu tun. Man merkt das sofort an den Ringen, die wieder locker über die Finger rutschen und an den Schuhen, die plötzlich zu groß sind. Auch der Blutdruck, der bei vielen Frauen in der zweiten Lebenshälfte ansteigt, lässt sich nachhaltig senken.

Was ist mit Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen?

Als Ganzheitstherapie spricht die Schrothkur jede Zelle des Körpers an und wirkt vielfältig – wie ein Rundum-Paket. Durch die Entgiftung nehmen Hitzewallungen ab und auch die Stimmung hellt sich auf. Eine gewisse Lockerheit und Fröhlichkeit machen sich breit – was jeder bei uns im Hotel sofort bemerkt. Das hat nicht nur mit den erlaubten, kleinen Mengen Wein zu tun, sondern auch mit dem Fasten. Denn Fasten löst hormonelle Veränderungen im Körper aus. Beispielsweise wird die Produktion des Glückshormons Serotonin und des Schlafhormons Melatonin angekurbelt. Viele Gäste berichten erfreut, dass sie hier endlich wieder durchschlafen können.

Die Wechseljahre dauern, wie lange wirkt eine Schrothkur?

Der Effekt hält zwischen sechs und neun Monaten an. Im Hinblick auf eine zwei- bis dreiwöchige Kur ist das ein ziemlich gutes Verhältnis von Aufwand und Ertrag. Hinzukommt, dass eine Schrothkur für die meisten Gäste eine Art neuen Startpunkt darstellt und sie danach ihren Alltag deutlich gesünder und bewusster gestalten. Wer einmal eine Schrothkur gemacht hat, kommt meist jedes Jahr wieder. Das beobachte ich bei uns im Hotel seit Jahrzehnten – mit großer Freude.

Die vier Säulen der Schrothkur

  • Diät: stark kalorienreduziert, basisch, ohne tierisches Eiweiß, Fett und Salz – beruht auf den Prinzipien des Heilfastens
  • Ganzkörperwickel: morgendliche, feuchtkalte Packungen erzeugen ein „Heilfieber“
  • Trinkverordnung: Trink- und Trockentage im Wechsel unterstützen die Gewebs-Drainage
  • Ruhe und Bewegung: im Wechsel, zur Regeneration von Körper und Geist

Wann ist der beste Zeitpunkt damit anzufangen?

Eine Schrothkur macht zu jeder Zeit Sinn. Auch vorbeugend. Man muss ja nicht immer warten, bis körperliche Beschwerden auftreten. 

Wie lange dauert eine Kur?

Mindestens eine Woche. Der ideale Zeitraum beträgt drei Wochen. Generell gilt: Je tiefgreifender man etwas behandeln will, desto länger sollte die Schrothkur dauern. Da aber nicht jeder so viel Zeit hat, schneidern wir individuelle Lösungen zusammen. 

Machen Sie selbst auch regelmäßig Schrothkuren?

Na klar, mindestens ein- bis zweimal im Jahr. Immer dann, wenn ich das Gefühl habe zu viel Kaffee zu trinken und dass ich wieder geerdet werden müsste. Fast alle unserer Mitarbeiter haben schon selbst geschrothet und wissen, wie sich das anfühlt und wie immens positiv die Effekte sind.

Fotocredit: Bayern.by-Gert_Krautbauer

Michael Diaz gibt Tipps gegen den Winterblues

Auftrieb an trüben Tagen


Lichtmangel oder Gänsehaut-Temperaturen machen vielen Menschen im Winter zu schaffen.  Rezept gegen Durchhänger sind feste Strukturen und motivierende Vorhaben.

Grob gesagt, lässt sich der Winter in zwei Phasen aufteilen, erklärt der Therapeut Michael Diaz: die vor Silvester, d.h. November/Dezember, und die danach, also Januar, Februar und März. Im Vorfeld der Feiertage spielen die Begleiterscheinungen für viele Menschen keine allzu große Rolle, die die kalte Jahreszeit mit sich bringt: Gänsehaut-Temperaturen und deutlich mehr dunkle als helle Stunden bis hin zum Verhältnis 2:1.

Cosytime at home

Denn nach den langen Sommermonaten mit vielen Outdoor-Aktivitäten und vielen Radstunden kann man einerseits das Drinnen-Sein mit Schmökern auf dem Sofa oder einem Essen mit netten Gästen und guten Gesprächen als Kontrastprogramm genießen. Andererseits sorgen Termine wie die vier Adventssonntage oder diverse Weihnachtsfeiern immer wieder für Abwechslung; außerdem wollen die Geschenke für Familie und Freunde besorgt werden. Ist dieses Programm dann allerdings absolviert, sinkt ab Jahresanfang in vielen Fällen das Stimmungsbarometer. Gründe sind das mangelnde Tageslicht, das erwiesenermaßen als Muntermacher dient, und die unerfreuliche Gewissheit, dass es bis Frühlingsanfang noch wochenlang hin ist. Dass man bei diesen tristen Aussichten am liebsten das Bett gar nicht mehr verlassen und sich die Decke über den Kopf ziehen möchte, ist verständlich. Hin und wieder kann man dieser Verlockung am Wochenende auch nachgeben und nach Herzenslust faulenzen.

Feste Strukturen – geben Halt

Ansonsten aber sorgen eine feste Tagesstruktur und motivierende Vorhaben für Auftrieb, geben dem Leben einen Rahmen. Ein überschaubares Programm vor sich zu haben und Punkt für Punkt abzuhaken, gibt das gute Gefühl, die Dinge im Griff zu haben und nicht von widrigen Umständen runtergezogen zu werden. Kleine Radtouren an der frischen Luft tun sogar bei Nieselregen und Nebel gut; liegt dabei Schnee, reflektiert der das wohltuende Tages- und Sonnenlicht und verdoppelt dessen Energie. Wichtig ist die richtige Ausrüstung.

Helfer für Zuhause

Zuhause helfen Tageslichtlampen, auf die notwendige Dosis an Vitamin D zu kommen, die die Produktion des Hirnbotenstoffs Serotonin ankurbelt und sowohl für bessere Denk-Leistungen als auch für gute Stimmung sorgt. Auch einen Gang in die Sauna oder ins Solarium sollte man sich als Sommer-Ersatz wie alles andere, was einem individuell gut tut, gelegentlich gönnen. Wunder wirkt ein eingeschobener Rad-Kurzurlaub im Süden, der die Wartezeit auf wärmere Phasen verkürzt; andere schwören auf Wintersport wie Skifahren, Schneeschuh-Wandern oder Tourengehen – egal ob als kleine Flucht für einen Tag oder längere Ferien, die das Abschalten und Rauskommen aus dem Alltag erleichtern. Es muss aber nicht immer Action sein: Tieren und Pflanzen, die sich selbstverständlich dem Rhythmus der Jahreszeiten anpassen, dient der Winter als Ruhephase und zur Regeneration. Auch uns Menschen gibt er die Möglichkeit des Innehaltens, sich z.B. beim Blick ins Fotoalbum an die schönsten Momente des vergangenen Jahres zu erinnern und Pläne zu schmieden, welche aufbauenden Dinge man im kommenden ansteuern will. Tröstlicher Gedanke dabei sollte sein, dass die trüben Tage zuverlässig vorüber gehen. Schon im Januar spitzten erste Schneeglöckchen aus dem Boden. Dicht auf den Fersen folgten ihnen dottergelbe Winterlinge. Anschließend beginnen bunte Krokusse als unübersehbare Signale für den bald beginnenden Frühling zu leuchten.

Gemeinsam Sport erleben und im Anschluss in der Therme relaxen. Ein Valentinstag für Sportliche.

Zeichen der Zuneigung

Gegenseitige Wertschätzung hält die Liebe lebendig. Zum Valentinstag kann man sich mit Pralinen oder Gutscheinen für Hotel- und Thermenaufenthalte verwöhnen. 

Egal ob Lächeln, Gespräche oder Berührungen: Zu Beginn einer Beziehung sind die Begeisterung und das Interesse für einen neuen Partner in jeder Hinsicht groß. Im Lauf der Zeit vertiefen sich die Gefühle. Gleichzeitig schleicht sich eine gewisse Gewöhnung und Selbstverständlichkeit ein. „Die Liebe kann im Alltag leicht untergehen. Deshalb sollte man sich regelmäßig bewusst macht, was man einander bedeutet“, rät Michael Diaz, Paartherapeut aus Regensburg. Das kann mit netten Worten, kleinen Aufmerksamkeiten und regelmäßiger Zeit zu zweit geschehen. Zu besonderen Anlässen wie dem alljährlichen Valentinstag darf es aber auch etwas mehr sein. Zum Beispiel Pralinen von Kilian Schoen oder Gutscheine für einen erholsamen Hotel- und Themenaufenthalt – egal ob in der Alpenwelt Karwendel, Bad Wiessee oder an fünf anderen Stellen in Deutschland. 

Abstand vom Alltag, gemeinsam Zeit verbringen, der persönliche Tipp von Michael Diaz ist das cosy Relais Chalet Wilhelmy am Tegernsee.
Abstand vom Alltag, gemeinsam Zeit verbringen, der persönliche Tipp von Michael Diaz ist das cosy Relais Chalet Wilhelmy am Tegernsee.

Behagliche Atmosphäre am Tegernsee

Nur fünf Gehminuten vom Tegernsee entfernt ist das Relais-Chalet Wilhelmy ein romantischer Rückzugsort, den Stefanie Ziegelbauer und ihr Mann seit 1993 unter dem Motto „„Ankommen. Durchatmen. Wohlfühlen“ Schritt für Schritt um- und ausgebaut haben. Für behagliche Atmosphäre sorgen in allen Zimmern und Suiten hochwertige Möbel sowie liebevoll ausgesuchte Details im gehobenen Landhausstil; fünf zusätzliche Zimmer „mit Berg- und Weideglück“ sind 2020 neu hinzugekommen – ebenso wie ein Wintergarten mit bodentiefen Panoramafenstern, eine großzügige Sonnenterrasse und ein lichter Pavillon namens „Freigeist“ für Tagungen und Feiern. Für Entspannung sorgt die unlängst erweiterte SPA-Oase mit einem neuem, ganzjährig beheizten Außen-Pool und -Sauna. Am Haus vorbei führen Wander- und Walkingwege in die Berge und Orte am Tegernsee. Wenige Schritte vom Relais-Chalet Wilhelmy entfernt beginnt eine Loipe zum Langlaufen. Zu drei nahen Alpin-Skigebiete sind es nur 15 bis 30 Autominuten (www.relais-chalet.com).

Pralinen von feinster Qualität sind ein Klassiker zum Valentinstag. Die fesche Verpackung sagt alles.
Pralinen von feinster Qualität sind ein Klassiker zum Valentinstag. Die fesche Verpackung sagt alles.

Leckeres als limitierte Edition

Kilian Schoen Chocolates stehen für eine individuelle Marke mit klarer Botschaft und hohem Wiedererkennungswert. Aus ausgewählten Zutaten werden 15 Sorten Pralinen mit und ohne Alkohol komponiert. Der verwendete Kakao ist UTZ zertifiziert. Alle weiteren Zutaten sind möglichst regional und frei von künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen oder Aromen. Resultate sind fein abgestimmte, per Hand gemachte Symbiosen vom klassischen Mandelnougat über salziges Karamell bis zu Geheimtipps wie Champagnercreme mit einer Hülle aus dunkler Schokolade und Echtgold-Dekor. Als Verpackung wurden für jeweils 5, 16 oder 36 Pralinen One Material-Boxen in drei Größen aus feinstem Gmund Papier kreiert. Passend zum Valentinstag gibt es diese aus der „Love Collection“. Diese limitierte Edition leuchtet signalrot und trägt in spiegelnden Buchstaben den Aufdruck „Love“. Alternative ist die aufmunternde „Happy Collection“, die eine frühlingsgelbe Banderole mit spiegelndem „Happy“-Schriftzug umhüllt (kilianschoen-chocolates.com).

DAS KRANZBACH mit seinen Pförtnerhäuschen und dem Baumhaus ist ein idealer Ort für Zeit zu Zweit.

Hideaway umgeben von Natur pur

Atemberaubende Natur umgibt DAS KRANZBACH, das auf 1.030 Metern in einem ruhigen, geschützten Bergtal 15 Kilometer von Garmisch-Partenkirchen liegt. Vergangenheit und Moderne gehen in diesem Hideaway eine gelungene Verbindung ein. Das stilvoll renovierte historische Mary Portman House wurde um einen modernen Gartenflügel und ein separates Badehaus mit In- und Outdoor-Pools, Saunen, Spa und großzügigen Ruheräumen ergänzt. Besonders viel Privatsphäre garantieren das separate Torhaus sowie ein Baumhaus, das 100 Meter vom Hotel entfernt mitten im Wald liegt. In diesem verbirgt sich seit 2019 auch das außergewöhnlich gestaltete Meditation House, das der japanische Star-Architekt Kengo Kuma geplant hat. Für ebenso herausragende wie emotional berührende Entwürfe wurde sein Büro gerade bei den Iconic Awards 2020 mit dem Titel „Architects of the Year“ ausgezeichnet (www.daskranzbach.de).

Gemeinsam am Kamin entspannen.

Wohlfühlerlebnis in fünf Thermen

Im warmen Thermalwasser liegen, an etwas Schönes denken und einfach abtauchen? Kurzum in wenigen Stunden ein neuer Mensch werden? Die Thermen der Kannewischer Collection machen das an fünf Standorten möglich. Dabei beruht ihre ganzheitliche, gemeinsame Philosophie auf den Säulen Bewegung, wechselwarme Badeverfahren, körperliche und mentale Ruhephase. Hinzu kommt ein hoher Anspruch an Qualität, Sauberkeit, Service und Ästhetik. Architektonisch setzen alle Thermen auf außergewöhnliches Design, das regionale Besonderheiten aufgreift und je nach Standort einen eigenen Charakter hat – egal ob Caracalla-Therme in Baden-Baden, Emser Therme in Bad Ems, VitaSol Therme in Bad Salzuflen, KissSalis Therme in Bad Kissingen oder Spreewald Therme plus Spreewald Thermenhotel in Burg. Das Wohlfühlerlebnis komplettieren Wellnessabteilungen mit einem breitgefächerten Angebot an Anwendungen und integrierte Thermenrestaurants – die perfekte Kombination für einen Kurzurlaub www.kannewischer-collection.com/de/

Für viele Single ist die Zeit im Homeoffice eine Herausforderung.

Single – allein im Home-Office

Als Schutz vor Ansteckung schicken immer mehr Firmen Mitarbeiter ins Home-Office. Für Singles ist es besonders herausfordernd, ohne die üblichen Kontakte auskommen und arbeiten zu müssen

41 Prozent der Bevölkerung leben in Deutschland allein. Trotzdem verbringt das Gros von ihnen regelmäßig Zeit gemeinsam mit anderen Menschen in Vereinen genauso wie bei Sportaktivitäten, Veranstaltungen oder privaten Treffen – und vor allem am Arbeitsplatz. Bedingt durch die Corona-Krise werden vermeidbare Begegnungen in Unternehmen derzeit immer mehr reduziert oder vorübergehend ausgesetzt. Denn zum Schutz vor Ansteckung schicken Firmen Mitarbeiter wo immer möglich ins Home-Office. Für Singles ist das eine besondere Herausforderung.

Wohltuender Austausch im Arbeits-Alltag

Die Zusammenarbeit ist zwar nicht mit jedem Kollegen oder Vorgesetzten ein Zuckerschlecken. Trotzdem wirkt der Austausch untereinander im Arbeits-Alltag wie Öl, das eine Maschine schmiert. Regelmäßige Kontakte zum Rest der Belegschaft bleiben daher wichtig. Via Telefon, Mails, Skype, Videokonferenz oder Chats sind diese auch auf virtuellen Wegen möglich. Und zwar nicht nur bei beruflichen Fragen und Themen, sondern auch im sonstigen sozialen Miteinander, um weiterhin Teil einer Gemeinschaft zu bleiben.

Beziehungen lebendig halten

Wer im Normalfall an seinem Arbeitsplatz ständig unter Menschen ist, weiß das Alleinsein nach Feierabend zu schätzen. So mancher braucht die Funkstille sogar, um sich zu regenerieren. Anders ist die Situation, wenn man bereits tagsüber allein im Home Office arbeitet und auch anschließend niemanden zu Gesicht bekommt. Regelmäßiger Kontakt zu Verwandten, Freunden und Bekannten bekommt in solchen Phasen eine besondere Bedeutung. Dabei müssen es nicht immer lange Gespräche sein. Auch WhatsApp-Grüße oder andere Kurz-Nachrichten helfen, Beziehungen lebendig zu halten.

Klare Struktur und feste Zeiten 

Aufstehen, frühstücken, zur Arbeit gehen: Dieser Rhythmus gibt Werktagen eine klare Struktur. Diese sollte man auch im Home-Office beibehalten. Denn ansonsten ist die Gefahr groß, sich ablenken zu lassen und Zeit zu verlieren. Statt im Schlafanzug zu bleiben, wirkt das Anziehen morgens als Startsignal und verführt weniger zum Faulenzen – genauso wie ein eigener Arbeitsplatz, der idealerweise nicht der Küchentisch sein sollte. Feste Uhrzeiten für Arbeitsbeginn und -ende verstärken das Gefühl, in einem vorgegebenen Rahmen Dinge erledigt zu haben.

Abwechslung für die Freizeit

Nach einem anstrengenden Arbeitstag außer Haus ist für viele das anschließende Entspannen auf dem heimischen Sofa die Lieblingsbeschäftigung. Beim Umzug ins Homeoffice ist mehr Phantasie gefragt, um ausreichend Abwechslung in die Freizeit zu bringen. Was kann man sich Gutes tun, wozu fehlen normalerweise Kraft, Lust und Zeit? Nimmt man auch bei seiner Freizeitgestaltung die Zügel in die Hand, ist das ein Zeichen von Selbstwirksamkeit. In der Psychologie gilt sie als wichtige personale Ressource und beugt sowohl Ängste als auch Depressionen vor.

Fotocredit: HeroImages

Raum für Ich - mit dem Partner auf der herrlichen Sommerwiese im DAS KRANZBACH

Raum für ich

Die Ausnahmesituation in der Corona-Krise bedeutet eine besondere Belastung. Umso wichtiger ist die Vorfreude auf Auszeiten bei entspannenden Hotelaufenthalten oder Thermenbesuchen

Daheimbleiben und auf Distanz zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Haushalts gehen: Das war wegen der Gefahr einer Corona-Ansteckung über Wochen hinweg eine Notwendigkeit.

Für Paare und Familien mit Kindern bedeutete das, sich wegen der geltenden Ausgangsbeschränkungen auf begrenztem Raum miteinander zu arrangieren; Singles mussten noch mehr als sonst mit dem Alleinsein zurechtkommen. In dieser Ausnahmesituation sorgte die Absage von Reisen, Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten zwar automatisch für Entschleunigung.

„Gleichzeitig haben die Unsicherheit und Sorgen auch Stress erzeugt – bei manchen Menschen auf offensichtliche Weise, bei anderen unterschwellig“,

so Michael Diaz, Therapeut und Coach aus Regensburg.

Bei der Rückkehr zur Normalität findet er es daher wichtig, auf die eigenen Bedürfnisse zu schauen, nichts zu überstürzen und den Alltag langsam wieder hochzufahren. Dazu gehört es für ihn auch, schöne Dinge zu planen und in Vorfreude darauf zu schwelgen. Kann der Wunsch dann endlich in die Tat umgesetzt werden, rechnet Michael Diaz mit besonders intensivem Genuss:

„Egal ob Natur, schönes Ambiente oder besondere Annehmlichkeiten: Was man länger nicht haben konnte, wird man mit allen Sinnen wahrnehmen. Die Kunst ist, sich diese Achtsamkeit zu bewahren.“

Durchatmen mit Weitblick auf der Frischluftterrasse von DAS KRANZBACH gibt Energie und Kraft.
Durchatmen mit Weitblick auf der Frischluftterrasse von DAS KRANZBACH gibt Energie.

Umsorgen als Selbstverständlichkeit

Eine besonders Auszeit verspricht DAS KRANZBACH. 15 Kilometer von Garmisch-Partenkirchen entfernt, liegt das Hotel & Wellness-Refugium auf 1.030 Metern Höhe in einem geschützten Bergtal alleine auf einer 130.000 m² großen hoteleigenen Wiese voller Blumen und Kräuter. Direkt an sie grenzen weite Wälder, dahinter erstreckt sich die Bergkulisse von der Alpenwelt Karwendel bis zur Zugspitze. In dieser Rückzugsoase können Gäste genauso zur Ruhe kommen wie aktiv sein. Denn zum Angebot gehören außer Yoga, Mediation und Waldbaden auch Aqua Fitness, Functional Training, Mountainbike-Touren oder Nordic Walking. Im SPA nehmen sich einfühlsame Therapeuten Zeit für Behandlungen wie Massagen, Peelings und Packungen. Um das ganzheitliche Gesundheitskonzept kümmert sich mit eingehender Beratung und persönlicher Betreuung eine ärztliche Leiterin. Mit verschiedensten Arrangements bietet DAS KRANZBACH maßgeschneiderte Angebote – egal ob „Kuscheltage zu zweit“, „Freundinnen-Paket“ oder „Wohlfühlzeit für mich“. Alleine reisen bedeutet während eines Aufenthalts explizit nicht alleine sein – Kümmern und Umsorgen sind für DAS KRANZBACH Selbstverständlichkeiten. www.daskranzbach.de

Loslassen im zweiten Zuhause

Ein herrlicher Ort um zu sich zu kommen - das Relais Chalet Wilhelmy am Tegernsee. Hier gibt Michael Diaz regelmässig Seminare. Bildautor Günter Standl (www.guenterstandl.de)
Ein herrlicher Ort um zu sich zu kommen – das Relais Chalet Wilhelmy am Tegernsee. Hier gibt Michael Diaz regelmässig Seminare. Bildautor Günter Standl (www.guenterstandl.de)

Seit über 20 Jahren verwöhnt das Ehepaar Ziegelbauer in Bad Wiessee Gäste im Relais-Chalet Wilhelmy. Hier wurde nicht nur die öffentlich verordnete Betriebsschließung, sondern bereits die Zeit seit dem Winter dafür genutzt, das Boutique-Hotel um- und auszubauen – angefangen bei einem Schwimmbad im Garten und zusätzlichen Zimmern über einen größeren SPA-Bereich und die umgestaltete Terrasse bis hin einem weiteren Tagungsraum mit dem schönen Namen „Freigeist“. Ziel der beiden Inhaber ist es, während eines Aufenthalts ein zweites Zuhause zu bieten, in dem man es sich richtig gutgehen lassen kann. Und das nach einer Phase der Pandemie-Einschränkungen noch nachhaltiger als sonst. „Menschen sollen bei uns die Spannungen lösen können, die sich in der Zeit des Eingeschränktseins aufgebaut haben“, so Stefanie Ziegelbauer.

„Wir lieben unsere Familien, wir lieben unsere Kinder. Doch nach der langen Zeit der Gemeinsamkeit aufgrund der großen Einschränkungen ist wichtig, dem Ich einen eigenen Raum zu geben.“

Das Relais-Chalet Wilhelmy ermöglicht das als Ort, der mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Um ihn herum laden der Tegernsee und die Berge dazu ein, in einer Bilderbuchlandschaft neue Energie zu tanken. www.relais-chalet.com

Gemeinsam Zeit für Sich zu haben, dem Spiel des Feuers folgen, sorgt für Entspannung.
Gemeinsam Zeit für Sich zu haben, dem Spiel des Feuers folgen, sorgt für Entspannung.

Entspannen in Thermalwasser

„Willkommen im Wohlfühlen“ lautet das Motto in den sechs Thermen der Kannewischer Collection. An fünf Standorten bundesweit sorgen sie mit einer Kombination aus Thermalwasser, Sauna, Wellness und Fitness für optimale Erholung. Und das in einem Ambiente, das architektonisch von der jeweiligen Umgebung inspirieren ist – egal ob römische Antike in Baden-Baden oder Natur pur im Spreewald. Ganz nach Wunsch kann man sich für ein paar Stunden oder aber den ganzen Tag lang in großzügigen Bade- und Saunalandschaften mit Ruhe- und Außen- bereichen, Wellnessabteilungen sowie Restaurants fallen lassen. Mit dem angeschlossenen Thermenhotel gibt es in Burg im Spreewald seit 2012 auch eine Übernachtungsmöglichkeit, die durch einen bequemen Bademantelgang verbunden ist. Ein mehrtägiger Aufenthalt steigert den Wohlfühleffekt. Ausreichend ist aber auch ein kürzerer Besuch. Laut einer gemeinsamen Studie der Medizinischen Universität Graz und des Landesklinikums St. Pölten sinkt der Kortisol-Gehalt im Speichel als Stressindikator schon nach einem Thermalwasser-Bad von 25 Minuten signifikant. Nicht umsonst sind Gutscheine für Thermenbesuche ein beliebtes Geschenk, um Lieblingsmenschen Danke zu sagen.www.kannewischer-collection.com

Wie kann man mit der Angst in Zeiten die von der Unsicherheit durch den Corona-Virus umgehen.

Umgang mit der Krise

Das grassierende Corona-Virus sorgt für ein Gefühl der Unsicherheit. Das Anschauen der eigenen Ängste, Ziele für die Phase danach und bewusste Ablenkung sorgen für Licht am Ende des Tunnels

Egal ob Reis, Nudeln, Dosengemüse oder Mehl: In vielen Supermärkten sind die Regale für haltbare Lebensmittel oder auch Toilettenpapier derzeit leer. Denn bedingt durch die grassierende Corona-Krise sind viele Menschen damit beschäftigt, mit Hamsterkäufen für ihre Grundbedürfnisse vorzusorgen. Auf diese Weise zu handeln, gibt ihnen das Gefühl, zumindest das eigene Umfeld unter Kontrolle zu haben. 

Unsichere und nicht absehbare Situation

Vor der Angst vor den Folgen des Virus kann sich trotzdem niemand abschotten. Denn in allen Medien wird nonstop über seine Ausbreitung, aktuelle Beschlüsse offizieller Stellen und notwendige Vorsichtsmaßnahmen berichtet. Angesichts der weltweiten Pandemie entsteht das Gefühl, der unsicheren und noch nicht absehbaren Situation hilflos ausgeliefert zu sein – vor allem, wenn man sich zu häufig mit negativen Nachrichten konfrontiert.

Persönliche Ängste anschauen

Umso wichtiger ist es, sich vor Augen zu führen, um welche persönlichen Ängste es sich genau handelt. Im Unterschied zu einem Krieg bedeutet ist das Corona-Virus keine generelle Lebensbedrohung. Gefährdet sind in erster Linie ältere, geschwächte oder vorerkrankte Menschen. Bei anderen Betroffenen ist der Verlauf meist mild; Verhaltensregeln vom regelmäßigen Händewaschen bis zum Vermeiden von sozialen Kontakten reduzieren das Ansteckungs-Risiko.

Vorübergehende Zwangspause

Nicht wegdiskutieren lässt sich die Angst vor ökonomischen Folgen. Festangestellte bangen um Lohnkürzungen oder Entlassungen, Selbstständigen droht ein kompletter Verdienstausfall. Dabei handelt es sich aber nicht um Einzelschicksale, sondern alle sitzen im gleichen Boot. Tröstlich kann auch der Gedanke sein, dass es sich nur um eine vorübergehende Zwangspause handelt, nach der es – wie bereits in Asien abzusehen – wirtschaftlich wieder weitergehen wird. 

Licht am Ende des Tunnels

Panik ebenso kontraproduktiv wie der Impuls, den Kopf in den Sand zu stecken. Stattdessen hilft es, die momentane Ruhe zu nutzen, um sich Ziele für Phase „danach“ zu setzen. Für Licht am Ende des Tunnels sorgt auch Ablenkung – egal ob Liebesfilm, Bestseller oder leckeres Essen. Um sich nicht nur auf das Negative zu fokussieren, darf all das nach folgender Faustregel sein:

50 Prozent Auseinandersetzung mit der Realität, 50 Prozent bewusst schöne Dinge tun.

Denn auch ein Boot kommt nur voran, wenn gleichmäßig rechts und links gepaddelt wird. Sonst dreht es sich im Kreis.

Eure Michael Diaz

Fotocredit: Catharina Niggemeier/www.wohl-ergehen.de

Das Lachen von Christine Dohler ist eine Umarmung für die Welt.

Auf dem Weg zu sich

„Du kannst das, fang einfach an!“

Ehrlich, humorvoll und voll wunderbarer Selbstironie: Die junge Hamburgerin Christine Dohler und ihr Weg zu sich selbst und mitten rein ins Leben

Wie gehst du damit um, wenn du plötzlich vor der Frage stehst: Soll das schon alles gewesen sein? Christine Dohler, junge, erfolgreiche Journalistin aus Hamburg, findet sich vor einigen Jahren in genau dieser Situation wieder. Von außen betrachtet führt sie das perfekte Leben: guter Job, gesund, großer Freundeskreis. Und dennoch scheint irgendetwas zu fehlen, sich das wirkliche Glücksgefühl nicht einstellen zu wollen. Bei einem Treffen mit dem Dalai Lama funkt es und kurzerhand beschließt sie, für einige Wochen in ein Kloster in Nepal zu ziehen. Doch statt der erhofften Erleuchtung findet sie unbequeme Betten, überfüllte Zimmer – und die Erkenntnis, dass man sich selbst immer mitnimmt, ganz egal, wohin manflieht.

Nach Christine Dohlers Nepal-Trip folgen weitere Reisen um die halbe Welt und das vielleicht größte Abenteuer ihres Lebens. Sie trinkt Kakao mit einem Schamanen in Guatemala, taucht ein in die magische Welt des Zen, lernt die Kraft Orgasmischer Meditationen kennen und entdeckt dabei eine ganz neue, tiefe Verbindung zwischen Körper und Geist. Doch immer wenn Sie in ihre Heimat Hamburg zurückkehrt, wird ihr klar: Den einen, richtigen Weg gibt es nicht und Erfüllung findet man nicht unterwegs, sondern nur in sich selbst.

Am Ende der Sehnsucht wartet die Freiheit ist weder Aussteigerbericht noch Reisetagebuch, es ist eine unterhaltsame Inspirationsquelle, sich selbst neu kennenzulernen, den eigenen Träumen und Wünschen zu folgen und endlich das Leben zu führen, nach dem man sich heimlich sehnt. Ihren Lesern möchte Christine Dohler vor allem eines mitgeben: Lass Dich nicht von Zweifeln oder Zweiflern ausbremsen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Nichts hält Dich auf, und Du hast die Kraft. Suche Dein echtes Leben. Finde Deinen Weg zu Dir, in Deine Freiheit! Fang sofort damit an.

Fazit: Ein Buch mit vielen guten Impulsen, dass Spaß und Freude beim Lesen bereitet.

Michael Diaz empfiehlt das Giardino Marling für hochsensible Menschen. Denn Ulrike Spögler, die Hoteleigentümerin achtet auf jedes Detail.

Fern von Zwang und Zeit

Ästhetisch, ruhig, behaglich: Das Fünfsterne-Hotel Giardino Marling ist ein Rückzugsort, an dem hochsensible Menschen gut aufgehoben sind

Sehen, hören, riechen, fühlen, schmecken: Menschen nehmen ihre Umgebung mit allen fünf Sinnen wahr. Täglich strömen Millionen von Reizen auf sie ein – die meisten davon unwillkürlich. Andere hingegen werden bewusst wahrgenommen, weil sich die Aufmerksamkeit gezielt auf sie richten kann. Diese Fähigkeit des Filterns fehlt Hochsensiblen. Ihre Wahrnehmungsfähigkeit ist so hoch, dass sie extrem empfänglich für visuelle, akustische, olfaktorische, gustatorische und haptische Reize, aber auch Stimmungen und Gefühle sind. Die amerikanische Psychologin Elaine Aron, die selbst hochsensibel ist, seit 1991 zu diesem Thema forscht und mehrere Bücher über es geschrieben hat, schätzt den Anteil der Hochsensiblen in der Bevölkerung auf 15 bis 20 Prozent. Hauptgrund für ihre ausgeprägte Feinfühligkeit ist eine besondere Disposition des Nervensystems. Diese führt dazu, dass Informationen in großen Mengen und hoher Intensität aufgenommen werden. Als Begleiterscheinung dieser besonderen Gabe fühlen sich Hochsensible oft angestrengt bis überfordert. 

Ein idealer Rückzugsort für hochsensible Menschen ist das Giardino Marling in Südtirol.
Ein idealer Rückzugsort für hochsensible Menschen ist das Giardino Marling in Südtirol.

Umso wichtiger ist für sie ein harmonisches Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen und zur Ruhe kommen können. Ein solcher Rückzugsort ist das Fünfsterne-Hotel Giardino Marling in Südtirol. Schon seine besondere Lage oberhalb von Meran inmitten von Weinbergen, Apfelhainen und einem großen Garten beschert automatisch Abstand vom Alltag. Drinnen sorgen einehochwertige Ausstattung, feine Naturmaterialien, viel natürliches Licht und liebevolle Details wie Blumenbouquets, Kunstobjekte, gedimmte Leuchten und sanfte Musik für ein ästhetisch-angenehmes Ambiente.Alle 48 Zimmer und Suiten sind mit dezentem Luxus behaglich eingerichtet und haben entweder Ausblick ins Grüne oder aufs Etschtal und die Berge, die es säumen. Kuschelige Decken und Kissen im Sessel oder Karten mit schönen Zitaten sind Aufmerksamkeiten, auf die Hotelinhaberin Ulrike Spögler persönlich Wert legt. Fallen lassen können sich ihre Gäste auch im SKY SPA, zu dem Saunen und wohnliche Ruheräume mit bodentiefen Panorama-Fenstern gehören. Auf dem Flachdach darüber ist ein 17 Meter langer Edelstahl-Pool ganzjährig wohlig beheizt. Um ihn herum verteilen sich Liegestühle- und -Betten unter Baldachinen oder weißen Schirmen.Ein zweiter Salzwasser-Natursteinpool wartet im Garten, wo nach dem Schwimmen zwischen Rosen und Lavendel entspannt werden kann. Der Ausblick auf ihn lässt sich ebenfalls von der Restaurantterrasse genießen, die wegen des milden Klimas an bis zu 180 Tagen pro Jahr eingedeckt ist. Beim Frühstücksbüffet gibt 

es von knusprigen Croissants bis zu frischem Obst eine große Auswahl und als abendliches Gourmetmenü Köstlichkeiten für jeden Geschmack. Auch bei den Aktiv-Angeboten im Giardino Marling zählt „Nichts müssen, aber alles können“ – egal ob Yoga, Pilates oder Wanderungen von flachen Waalwegen oder hochalpin.

„Ankommen und sich wiederfinden“ – unter diesem Motto möchte das Giardino Marling ein Wohlfühlerlebnis inmitten von mediterraner Natur bescheren. Fern von Zwang und Zeit können Hochsensible hier ganz bei sich sein. Eine Garantie, dass ihnen das zu 100 Prozent gelingt, kann das Hideaway zwar nicht geben. Aber es bietet eine gute Basis, um sich ausgeglichener und gut aufgehoben zu fühlen.

  www.giardino-marling.com

Michael Diaz arbeitet als Coach und Therapeut.

Auf alle Fragen eine Antwort

Interview mit Michael Diaz über seinen Werdegang, mit welchen Methoden arbeitet er als Therapeut und Coach. Auf welche Themen hat er sich spezialisiert.

Sie haben einen anderen beruflichen Hintergrund. Was hat Sie bewogen, sich zusätzlich intensiv in den Bereichen Therapie und Coaching fortzubilden und dort zu arbeiten?

Ich komme aus der Medizintechnik und war viel mit Anwender-Schulungen unterwegs. Dabei ist mir in Kliniken aufgefallen, wie oft sich niemand richtig um die Patienten kümmerte und sie alleingelassen auf irgendwelchen Fluren saßen. Gegen solche Missstände wollte ich etwas tun. Daher habe ich begonnen, mich für therapeutische Arbeit und Methoden zu interessieren, die schneller greifen und menschlicher sind.

Wen möchten Sie mit Ihren Angeboten vor allem ansprechen?

Besonders am Herzen liegen mir Paare und das, was zwischen Partnern innerpsychisch passiert. Ich begleite aber auch Einzelpersonen nach einschneidenden Erlebnissen – egal ob Trennung, Todesfällen oder anderen Traumata.

Mit welcher Methode arbeiten Sie am liebsten?

Michael Diaz arbeitet gerne in den Coachingsitzungen mit verschiedensten Materialien.
Michael Diaz arbeitet gerne in den Coachingsitzungen mit verschiedensten Materialien.

Die Dynamik verändert sich je nachdem, ob ich es mit einem Menschen, zwei Personen, einer Gruppe oder Familie zu tun habe. Aufgabenstellung am Anfang ist für mich aber immer, gemeinsam mit meinem Gegenüber herauszufinden, welches Ziel sich jemand stecken möchte. Darauf abgestimmt wähle ich dann das passende Handwerkszeug aus.

Wie genau kann dieses ausschauen?

Zu 40 Prozent setze ich auf Gespräche, zu 60 Prozent auf den Einsatz unterschiedlichster Materialien. Was man spürt oder sieht, wird besser verstanden als Worte.

Wie weit gehen Sie bei Ihrer Arbeit in die Vergangenheit eines Menschen zurück?

Natürlich ist es wichtig, Klarheit über alte Glaubenssätze oder Wertvorstellungen zu bekommen. Aber zurückliegende Probleme lassen sich nicht mehr lösen. Was man aber sehr wohl beeinflussen kann, ist die eigene Ausrichtung in der Zukunft. Mein zentraler Ansatz ist deshalb ein lösungsorientiertes Vorgehen.

Ihre Beratung und Begleitung wird nicht von der Krankenkasse übernommen. Ist es für Interessenten ein Hindernis, dass sie selbst zahlen müssen?

Nein. Wer in meine Privatpraxis kommt, findet es normal, die Kosten dafür selbst zu tragen.


Wie lange begleiten Sie Menschen?

Manche finden in drei, vier Sitzungen zu einer Lösung. Mit anderen mache ich mich über Jahre hinweg auf den Weg zu ihren persönlichen Zielen. Das hängt von der individuellen Situation ab. Hilfe von außen kann aber in jedem Fall viel bewirken, weil man sich selbst oft im Weg steht und zu nah an den eigenen Problemen ist.

Sie geben auch Seminare. Was ist der Vorteil, in diesem Rahmen mit Ihnen zu arbeiten?

Ein Seminarraum mit Kamin verschafft die ideale Atmosphäre für die Zielfindung wie im Relais Chalet Wilhelmy

Der gemeinsame Aufenthalt an einem anderen Ort ist besonders effektiv und intensiv – vor allem, wenn man mehrere Tage miteinander verbringt. Für viele Menschen ist das wichtigste Thema, überhaupt aus ihrem Alltag heraus zu kommen. Damit sie sich Zeit für sich nehmen, reicht aber auch der Besuch in meiner Praxis.


Brauchen Menschen in der Mitte des Lebens besonders häufig Ihre Unterstützung?

Vielen in diesem Alter macht der Mangel an Zielen zu schaffen. Die bisherigen wie Karriere, Familiengründung, Kinder oder ein Eigenheim sind häufig erreicht, aber es gibt keine Perspektiven für die kommenden Jahrzehnte. Früher galt man mit Anfang, Mitte 50 bereits als betagt und spielte vielleicht noch eine Rolle als Großvater oder -mutter bei der Betreuung der Enkel. Heute hat man noch viel aktive Zeit vor und für sich. Der gegenwärtigen Generation fehlen Vorbilder, die ihr den richtigen Umgang mit den vielen vorhandenen Möglichkeiten zeigen und als Orientierung dienen können. Dazu kommt die Angst vor dem Alter, das oft mit einer Abnahme des Leistungsfähigkeit und zunehmenden Erkrankungen gleichgesetzt wird. In welcher Form das eintritt, ist aber auch Einstellungstellungssache. Wenn ich automatisch davon ausgehe, weniger fit und unternehmungslustig zu sein, werde ich mich auch entsprechend fühlen. 

Gibt es in dieser Lebens-Phase Unterschiede bei Männern und Frauen?

Männer bekommen ihre Midlife-Crisis ein bisschen früher zu spüren, Frauen spätestens mit dem Beginn der Wechseljahre. Für beide ist sie ein deutlicher Einschnitt, der aber auch die Chance eröffnet, sich – wie in der Pubertät – noch einmal neu zu erfinden. Was viele vom Wahrnehmen dieser Freiräume abhält, ist die Furcht zu scheitern und im gesellschaftlichen Umfeld anzuecken.

Ihre neueste Idee ist ein Spiel. Was soll es bezwecken und für wen ist es geeignet?

Der Couch und Therapeut Michael Diaz hat zu seinem Schwerpunktthema "Ziele setzen" ein Spiel entwickelt, welches den Spieler über die Zeit seiner Zielsetzung begleitet.
Michael Diaz hat aufgrund der großen Nachfrage bei seinem Schwerpunktthema „Ziele setzen“ ein Spiel entwickelt.

Mein Spiel ist für alle gedacht, die ein Ziel suchen und es verfolgen möchten – zum Beispiel Berufsanfänger, jemand, der schon länger im Job ist und sich umorientieren will oder Menschen in der Mitte des Lebens, die eine neue Richtung brauchen. Geeignet ist es für jeden ab 14 bis unendlich.

Wie funktioniert es genau?

Jeder Spieler würfelt und gelangt so auf verschiedene Felder. Dort bekommt er in Form von Karten gedankliche Impulse oder Aufgaben. Ein kleines Boot, ein Kompass und ein Flasche, in der man sein auf einen Zettel geschriebenes Ziel steckt, sind dabei haptische Hilfsmittel.

Spielt man dieses Spiel am Stück und mit anderen?

Man kann es alleine spielen oder mit mehreren Personen, die dann jeweils ein eigenes Zubehör brauchen. Idealerweise würfelt man ein Mal pro Tag und hat so Zeit, sich bewusst mit jedem Schritt zu beschäftigen. Insgesamt soll erreicht werden, dass man mehr Aufmerksamkeit für das eigene Verhalten entwickelt und seine Ziele bewusster verfolgt.

Haben Sie noch andere Ideen in dieser Richtung?


Da kommt sicher noch mehr. Ich will unterschiedlichste Kanäle bespielen und eine eigene „Ziele-Welt“ mit Projekten und Produkten vom Arbeitsbuch bis zum Spiel entwickeln. Für Paare schwebt mir etwas Ähnliches vor. Dazu gehören Workshops, Eintrage-Bücher und eine Internet-Plattform, die als Blog zum Beispiel über Bücher, Coachings, Reisen und Lokale für Zeit zu zweit informiert.

Die Offenheit für diese Art der Unterstützung und des Brückenschlagens hat auch bei Männern zugenommen.

Meditation und Achtsamkeit:

Mehr Ausgeglichenheit im Alltag

Im Alltag hetzen wir oft von einem Termin zum nächsten. Nicht selten führt dauerhafter Stress zu ernsten Gesundheitsproblemen. „Daher ist es wichtig, zwischendurch innezuhalten und dem Moment Aufmerksamkeit zu schenken“, wissen Karina und John Stewart. Im Interview erklären die Gründer des ganzheitlichen Wellness- und Healing-Resorts Kamalaya auf der thailändischen Insel Koh Samui, welche Bedeutung Meditation und Achtsamkeit dabei haben und wodurch sie sich unterscheiden. Dazu geben sie praktische Tipps, wie sich beides in unsere tägliche Routine integrieren lässt. Das Paar schöpft aus einem reichen Erfahrungsschatz: So lebte John 16 Jahre in einem Ashram in Nordindien, Karina beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit verschiedenen asiatischen Heiltraditionen und ist Master der Traditionellen Chinesischen Medizin. 

Fast zu schön, um die Augen zu schließen – kleine Gruppenmeditation im Kamalaya auf Koh Samui. Bildnachweis: Kamalaya

Mrs. und Mr. Stewart, was ist der Unterschied zwischen Meditation und Achtsamkeit? 
Meditation hat eine lange Tradition in verschiedenen Kulturen und umfasst unterschiedliche Formen wie Gebete, Gesang oder Tanz. Sie bedarf eines Rückzugsorts, um sich voll aufs Innerste zu konzentrieren. Achtsamkeit hingegen kann immer und überall ausgeübt werden. Bei ihr geht es darum, den Moment mit allen fünf Sinnen bewusst zu erleben, etwa beim Essen, Autofahren oder Spazierengehen. 

Wie integriert man Meditation und Achtsamkeit in den Alltag?
Für eine regelmäßige Meditationspraxis benötigt es etwas Disziplin und Training. Bereits fünf Minuten täglich genügen, um positive Wirkungen zu erzielen. Dafür braucht es nicht viel: im Sitzen die Augen schließen, sich auf den eigenen Atem besinnen und die einzelnen Körperteile entspannen. Achtsamkeitsübungen lehren uns, im Alltag auch mal innezuhalten und sein Tun, seine Umgebung bewusst wahrzunehmen. Auf beide Praktiken können wir in stressigen Situationen zurückgreifen und so wieder zu innerer Ruhe finden. 

Wie beeinflussen diese Übungen unsere Gefühle? 
Meditation aktiviert beispielsweise den linken Frontallappen. Das ist der Teil des Gehirns, der unter anderem dazu dient, Erfreuliches zu verarbeiten. Wir alle haben also die Fähigkeit, nachhaltig positive Veränderungen im Denken zu erzeugen, um so inneren Frieden und Glück zu finden. Achtsamkeit verstärkt unsere Wahrnehmung und hilft, sich mehr auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Wer bewusst lebt, ist häufig zufriedener und gesünder. 

Drei Achtsamkeitsübungen fürs tägliche Leben


1. Konzentriert essen
Konsistenz, Geruch und Farbe der Mahlzeit aufmerksam wahrnehmen. Wie fühlt sich der Hunger an und wie reagiert mein Körper aufs Essen? Kleine Bissen zu sich nehmen und gezielt aufs Kauen und Schlucken achten. Auf seinen Körper hören und nur so viel verzehren, bis man satt ist. 

2. Entschleunigung in der Natur
Die Mittagspause für einen Spaziergang nutzen: Dabei innehalten und das, was man sieht, wirken lassen. Hitze, Kälte oder die leichte Brise spüren, wenn sie die Haut berührt. Den Duft der Pflanzen, Blumen und des Bodens registrieren und mit einem tiefen Atemzug auskosten. Vögel, Insekten und andere Lebewesen in der Natur beobachten.  

3. Besinnung aufs Gute
Kamalaya empfiehlt seinen Gästen, jeden Tag drei Dinge aufzuschreiben, die gut liefen und weshalb. Studien beweisen die bemerkenswerte Auswirkung dieser Übung, da sie das Gehirn schult, sich auf das Positive im Leben zu konzentrieren. Sie fordert zudem dazu auf, sich mit jeden Aspekt des Tages zu befassen. www.kamalaya.com